27.06.2021

Um fünf Uhr wache ich auf. Der Support Assistant meines Laptopherstellers will etwas von mir. Während das Update läuft, halte ich mich an einer Tasse Kaffee und einem Brot mit Johannisbeergelee fest.

Ich habe etwas zu erledigen, deshalb muss der Pandemiespaziergang heute ausfallen. Um 7 Uhr nehme ich den erfreulich leeren Bus und fahre eine gute Stunde lang durch mir zum Teil nur flüchtig bekannte Stadtviertel. Beim Prinzregentenplatz sehe ich aus dem Busfenster einen wunderschönen alten Gartenzaun. Hätte der Bus angehalten, hätte ich ein Foto für Sie gemacht, so muss ich warten, bis ich wieder einmal in die Gegend komme.

Zum ersten Mal lasse ich mich vom Handy an meinen Zielort leiten. Es funktioniert überraschend gut, als ich es erst einmal heraushabe. Trotzdem: die altmodische Art mit Landkarte und vager Orientierung am Sonnenstand ist mir lieber.

Mein Ziel liegt in einem Gebiet, in dem Reste bäuerlichen Lebens zu finden sind. Sogar Rinder hält noch jemand auf Münchner Stadtgebiet. Ich halte mich nicht lange auf, leider habe ich es eilig. Aber ich werde wiederkommen und mir das alles genauer ansehen.

Ich erledige, was zu erledigen ist und beschließe, auf dem Rückweg für eine Teilstrecke die U-Bahn zu nehmen. Die Busse von und zur U-Bahn fahren am Sonntag nur in großen Abständen, so komme ich doch noch zu einem Spaziergang. Der Lieblingsplatz ist besetzt, wie Sie erkennen können, wenn Sie genau hinschauen.

Am Abend tut mein Handy nicht mehr, was ich will. Ich probiere herum, eine mir verständliche Anleitung finde ich nicht, aber irgendwann geht es wieder. Nur die Corona-Warn-App hat die Daten der letzten zwei Wochen verloren. Es gibt wohl Schlimmeres.

2 Kommentare zu „27.06.2021

    1. Ich bin eigentlich auch sehr zufrieden mit meinem. Vermutlich war es eher ein Bedienungsfehler als ein Problem des Handys.

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