30.06. / 01.07.2021

Sicherheitshalber probiere ich vor Urlaubsende aus, ob ich noch Zugriff auf Citrix habe. Habe ich nicht. Nach einem Vormittag des Herumprobierens, Updatens und Fluchens funktioniert es wieder. Warum, weiß ich nicht. Da ich schon einmal angemeldet bin, schaue ich in meine dienstlichen E-Mails. Wie ein Kollege bereits erzählt hatte, als ich wegen meines Impftermins in der Firma war, telefonieren wir ab sofort über eine neue Plattform, die wir auf unseren heimischen Laptops einrichten müssen. Nicht alles an einem Tag, ich hebe mir die Einrichtung für den folgenden Tag auf.

Die Umleitung auf das private Handy soll entfallen. In Zukunft telefonieren wir mit Hilfe eines an den Laptop angesteckten Kopfhörers. Einen solchen erhalten wir vermutlich/vielleicht in einigen Wochen. Also richte ich die Umleitung aufs Handy doch auch gleich ein und bestelle privat ein Headset. Denn ich kenne meine Pappenheimer und weiß, dass in der Firma fast nichts gegessen wird, bevor es eiskalt ist. Sonstiges Büromaterial kaufe ich ja schon seit Jahren selbst, da ich ungern meine Berechtigung zur Nutzung eines elenden Kugelschreibers vor der Wächterin über die Firmenbestände begründe.

Ich informiere den Vermieter über einen Schaden am Kellerfenster. Der Fensterrahmen ist unten morsch, vermutlich durch Feuchtigkeit.

Eine leidige Angelegenheit raubt mir den Schlaf. Ich lese ein bisschen Twitter, normalerweise werde ich dadurch schnell wieder schläfrig. Dieses Mal jedoch wirkt die Methode nicht. Statt zu schlafen, spreche ich per DM mit dem Freund, der kein Freund ist.

6 Kommentare zu „30.06. / 01.07.2021

  1. Arbeiten im Urlaub? 🤔

    Ich hoffe, dass du die letzten Tage nochmals abschalten kannst und ein wenig rauskannst. Den Kopf und das Herz zur Ruhe kommen lassend.

    1. Technische Dinge fürs Home Office mache ich gerne am Wochenende oder sonstigen freien Tagen. Dann quatscht mir niemand dazwischen, und ich kann so lange probieren, bis es funktioniert, ohne dass mich jemand niedermacht, weil ich so unfähig bin.

  2. Citrix hat auch bei mir nicht reibungslos funktioniert. Ansonsten teile ich grundsätzlich deine Skepsis, auf die Überlassung von Arbeitsutensilien durch den Dienstgeber zu warten. Ich habe mich immer selbst versorgt – vor allem um mir Ärger zu ersparen, wenn ich wochenlang auf die Dinge warten musste. Das brachte mir letztendlich den Vorwurf der Arroganz ein. Sei es drum!

    1. Arrogant bin ich auch. Das sagt jedenfalls mein Chef. Dazu reicht es, ein einigermaßen korrektes Hochdeutsch zu sprechen.

    1. Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Der Freund, der kein Freund ist, ist mir sehr wichtig, auch wenn wir viel über Politik streiten. Ich war froh, dass er auch wach war, ich mit ihm reden konnte und er mich von meinen Grübeleien abgelenkt hat.

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