30.08.2021

Angefangen: Eva Demskis Neue Gartengeschichten. Nun schäme ich mich meines vernachlässigten Balkons. Es geht um Pandemie und Gärten, oder auch Gärten während der Pandemie.

Beendet, in der vorigen Woche: Razia, von Abda Khan.

In Afghanistan scheint der IS ein neues Geschäftsfeld eröffnen zu wollen. Ja, ich nenne das Geschäftsfeld, weil ich nicht glaube, dass es hier um Religion geht, eher um Macht. Afghanistan hat, meine ich, einiges zu bieten, wobei ich dem IS zutraue, dass er ins Geschäft mit dem Mohn einsteigen will. Religion ist ja oft ein Vorwand, siehe Kreuzzüge und Gewürzhandel.

Der Lavendel hat noch einmal Blüten angesetzt. Die dunkelroten Bartnelken blühen. Die schwarze Johannisbeere ist übellaunig; aber das wäre ich an ihrer Stelle auch, wenn man mich nicht düngen würde. (Ich gelobe Besserung.) Dafür haben sich die Kräuter im Regal erholt. Der Jasminblütige Nachtschatten wächst, blüht jedoch noch nicht. Er ist aber häufiger spät dran, oder vielmehr war er in den letzten zwei Jahren immer zu früh aktiv.

Man redet von Herbst, wo doch noch Nachsommer ist. Allerdings wehte dieses Jahr der Nachsommerwind zum ersten Mal Ende Juni, Anfang Juli. Der wilde Wein am Friedhof wird rot, die Goldrute, die mein 1939 geborener Vater Trümmerflora nannte, verkündet das nahe Ende des Sommers.