16.09.2021

Anderswo ist die Rede von Geschwistern, aber die Texte sind zu zart zum Verlinken. Eine Erinnerung darf ich Ihnen vielleicht erzählen: Als Kind verbrachte ich die Ferien häufig bei der Oma. In ihrem Haus lebten die Godel (Patin) und der Padde (Pate), der eigentlich nicht mein Pate war, sondern nur der Mann der Godel; außerdem die Cousinen, die man damals schon nicht mehr Basen nannte. Damals wünschte ich mir, die Godel wäre meine Mutter. Ein Jahr lang war sie es auch gewesen, denn meine Mutter hatte fast sofort nach meiner Geburt wieder zu arbeiten begonnen und ich blieb bei der Godel. Die Godel hatte eine fast gleichaltrige Tochter, die ich lange als meine eigentliche Schwester betrachtete. Später lernte ich den spanischen Begriff „prima hermana“, was eine Cousine mütterlicherseits bezeichnet, für mich aber klingt wie „schwesterliche Cousine“.

In Berlin zündet sich eine trans Frau an und erliegt später ihren Verletzungen. Wie sehr muss ein Mensch am Leben leiden, um einen solchen Tod zu wählen.

Der Wahlkampf widert mich an. Die Diffamierung des politischen Gegners hat erschreckende Formen angenommen. Wo bleibt, verdammt noch mal, der Anstand?

Den Talib locke ich zum ersten Mal aus der Reserve. Es bleibt dennoch schwierig.

Ein Kommentar zu „16.09.2021

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