25.10.2021

Ich muss zum Schuhmacher, Schnürsenkel kaufen. Wie wohl die Geschäfte des Schuhmachers gehen? Laufen die Leute ihre Absätze noch schief? Ich war seit Beginn der Pandemie nicht mehr beim Schuhmacher. Wer zu Hause sitzt, nutzt keine Schuhe ab.

Mit Nazis spricht man nicht (aber mit Taliban ja eigentlich auch nicht). Was würde ich tun, wenn mein Kind mit einem Kind aus einer Nazi-Familie befreundet wäre?

Eine dritte Kollegin erzählt mir von Schwierigkeiten mit der tonangebenden Clique. Die Kollegin ist sehr kompetent, schon älter, möglicherweise oder angeblich etwas langsamer, häufig Empfängerin von Lob- und Dankschreiben der Kundschaft. Solche Schreiben sind in der Branche allgemein selten geworden und deshalb etwas Besonderes. Ich erkenne nun wirklich ein Muster.

In der Nacht träume ich, man hätte mich im beruflichen Kontext gefragt: Was können Sie gut? Im Traum habe ich geantwortet: Nichts.

8 Kommentare zu „25.10.2021

  1. „Ich erkenne nun wirklich ein Muster. “ Hoffentlich führt dieses weiter.

    1. Ich bin müde. Gegen die Clique kann man nichts ausrichten. Ich spreche aus Erfahrung.

    1. Nichts zu danken. Aber ich möchte zu gern fragen: was ist so besonders an dem Schlusssatz?

      1. Das Maß an Selbstvertrauen, das sich im Traum offenbart. Mir ging/geht es ähnlich. Und auch Danke, weil ich grinsen musste. Niemand kann nur nichts. Aber das möchte der Seele erklärt werden .)

  2. Ich habe das vorgestern bei Frau Herzbruch auch gelesen und mich dasselbe wie du gefragt. Ich war/bin im Dilemma. Es tut mir so leid für ihren Sohn und der Freund kann auch nichts für seine Eltern, aber ich glaube, egal wie oft ich mir gesagt hätte Der Junge kann nichts dafür, ich wäre wohl noch einen Schritt weiter gegangen als sie es ist. Mit Gewissensbissen, weil ich auch nicht wollen würde, dass die betroffenen Kinder sich bestraft fühlen. Wenn sie die Kraft hat, ist die Lösung, die sie in ihrem Artikel schreibt aus meiner Sicht gut. Vielleicht ist der Freund des Sohnes ja auch froh, wenn er mal ein paar Stunden von diesen Eltern weg ist und wenn nicht, dann kann ihm (dem Freund) ein Freund von außerhalb dieser „Gedankenwelt“ vielleicht so etwas Stabiles geben, dass er merkt, es gibt noch etwas anderes, was vielleicht gerade in der Lebensphase, in die die jetzt kommen, wichtig ist. Trotzdem, Frau Herzbruch ist um dieses Dilemma nicht zu beneiden.

    1. Mein erster Gedanke war: Kontakt abbrechen. Aber man kann ja eine Freundschaft nicht verbieten. Der zweite Gedanke: dranbleiben und diskutieren. Aber wir wissen ja alle, wie gut das funktioniert. (Auch bei Yasir, dem Talib, bin ich noch keinen Schritt weiter.) Insofern ist der Kompromiss, den Frau Herzbruch gefunden hat, wohl die beste mögliche Lösung.

      1. Das war auch meiner: Ich würde den Kontakt absolut komplett verbieten. Mit Nazis redet man nicht. Aber es ginge ja gar nicht um mich oder in dem Fall Frau Herzbruch als die Mutter, es ginge um die Kinder und da muss man abwiegen, was ist da gut und was nicht und das hat Frau Herzbruch meinem Eindruck nach gut getan.

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