10.01.2022

Frühdienst. Notruf ganztägig. Die Menschheit war über Weihnachten verreist.

Um mich herum werden Leute pathetisch, von denen man es nie erwartet hätte. Bringen das die Zeiten mit sich oder ist das ganz unabhängig davon eine neue Mode? Dieses Blog ist allerdings mitunter auch nicht frei von vermutlich meist unangebrachten Pathos.

Ich denke über das Tanzen nach, und dass ich in absehbarer Zeit aufhören werde. „Cintura p’arriba“, also von der Taille aufwärts ist alles wieder wie es sein soll, aber Unterschenkel und Knöchel sind von einer unerklärlichen Schwäche befallen. Ist das das Alter, mangelndes Training oder etwas ganz anderes? Außerdem werde ich meinen Übungsraum verlieren und, solange Corona herrscht, wohl keinen neuen suchen.

Um zu verstehen, lerne ich Paschtu. Das ist keine Sinekure, zum ersten Mal in meinem Leben muss ich mich wirklich anstrengen, um eine Sprache zu lernen. Paschtu gehört zu den indoeuropäischen Sprachen. Handelte es sich um eine altaische Sprache, hätte ich wohl gar nicht erst angefangen. Gegen diese Sprachgruppe habe ich nach genau drei Türkischlektionen eine ebenso heftige wie irrationale Abneigung entwickelt. (Ich bitte alle Mitlesenden mit altaischer Muttersprache um Entschuldigung, aber es geht mir mit Türkisch wie mit Milchreis: ich bringe sie beide nicht herunter. Keine Ahnung, wieso.)

5 Kommentare zu „10.01.2022

    1. Eigentlich ist eine Sinekure ein Amt, mit dem Ehre und/oder Einkünfte, aber keine Arbeit oder Verpflichtungen verbunden sind. Insofern passt der Begriff hier nicht so ganz, denn Sprachenlernen ja kein Amt ist. Aber ich mag das Wort einfach. Man möge es mir nachsehen, bitte.

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