02.04.2022

„Tienes una cara como un día de abril.“ habe ich einmal meinem Freund und Lehrer A gesagt. Du hast ein Gesicht wie ein Apriltag. Würden Sie ihn kennen, wüssten Sie, dass ich die Wahrheit gesagt habe. Dieser April fängt mit Schnee an, A ist passenderweise finster gelaunt und meldet sich nicht mehr.

Der Ramadan hat begonnen, und ich frage Freund B, was er ihm bedeutet. Er spricht von Pflicht, nicht einmal von Glauben, und ist mir wieder einmal sehr fremd.

Mit Freundin R verabrede ich mich zum Spazierengehen. Vorher mache ich einen Selbsttest. Diese Tests sind mir mittlerweile schon zur Routine geworden. Während ich früher unverwandt auf das Feld starrte, auf dem der oder die Striche erscheinen sollten, kann ich inzwischen relativ ungerührt lesen oder die Küche säubern, bis das Handy nach 10 oder 15 min piept. Allerdings war bei mir auch noch nie ein Test positiv.

Es hat geschneit, die ersten grünen Blätter an den Bäumen sind wie überzuckert.

Auch das Smartphone nutze ich nach zwei Jahren Pandemie inzwischen routiniert. Die Anschaffung wurde notwendig, weil das alte Handy für Notfälle den Anforderungen des Home-Office nicht genügte. An die Bequemlichkeit habe ich mich überraschend schnell gewöhnt, aber so ist der Mensch wohl, auch der ansonsten zur Frugalität neigende.