13.04.2022

Meine Pandemiespaziergänge sind zur Zeit nicht öffentlich, weil ich nicht mehr allein spazieren gehe und dabei so viel reden und zuhören muss, dass ich keine Zeit mehr zum Fotografieren habe. Andererseits kennen Sie ja den Lieblingsbirnbaum und andere Bäume der Gegend inzwischen schon von allen Seiten, so dass Sie das sicher verschmerzen können. Falls Sie in München sind: im Rosengarten blühen die Magnolien. Gehen Sie hin, das ist schön anzusehen.

Freundin R, mit der ich spazieren gehe, ist eher extrovertiert. Ich mag sie, aber eine von der Sorte reicht mir pro Tag, deshalb sage ich nein, als am Nachmittag der ebenfalls sehr extrovertierte Freund G anruft und sich mit mir treffen will. Anscheinend habe ich mehr von meiner Tante S, als ich dachte. Wenn wir sie als Kinder besuchten, rief sie irgendwann: „Ich werd‘ seekrank!“ und schickte uns nach Hause.

Zu Hause habe ich den Balkon osterfein gemacht, d.h. gekehrt, aufgeräumt und Ostereier in den Lavendel gehängt. Ich weiß, es ist zu früh, aber ich habe es dieses Jahr sehr nötig.

3 Kommentare zu „13.04.2022

  1. Ich kann die Introversion nachfühlen. Als Seekrankheit habe ich mein Ruhebedürfnis noch nicht beschrieben. Eher als „ich kann grade keine Menschen“.

    1. Ich glaube, meiner Tante wurden einfach die herumrennenden, kreischenden Kinder zu viel, und sie fühlte sich wohl wie in einen Strudel geraten. Für mich passt das Bild ganz gut.

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