Pandemiespaziergang

Das hochverehrte Publikum wird gebeten, folgendes zu beachten: meine Fotos dienen nur der Dokumentation und haben nicht den geringsten künstlerischen Anspruch. Wenn Sie Kunst wollen, müssen Sie woanders hingehen. Es hat ein wenig geregnet, und über einige der Bilder habe ich einen Filter gelegt, damit sie nicht zu trostlos aussehen.

Pandemiespaziergang

Auch in München gibt es einen Wurstautomaten. Ich muss also nicht mehr neidisch auf andere Bloggerinnen sein. Leider war der Automat kaputt, und ich habe nur den Schlachthof subventioniert.

Dafür fiel mir beim Anblick der Messerschleiferei ein Wort aus meiner finsteren Vergangenheit ein: churimengro, was man meines Wissens unter anderem mit Messerschleifer übersetzen kann. Es stammt aus dem Romanes.

Ich weiß nicht, ob Sie den Valentinstag feiern. Was mich betrifft, gratuliert mir ein einziger Mensch zum Valentinstag, obwohl ich es mir verbeten habe. Zur Strafe haue ich ihm jedes Jahr ein Lied um die Ohren, das er an dem Tag spielte, als wir uns kennenlernten.

Pandemiespaziergang

Zur Zeit fotografiere ich gar nicht gern. Man sieht das den Fotos auch an. Trotzdem habe ich das Bedürfnis, etwas festzuhalten und aufzuheben. Ich sehe Frau Lakritzes Bach ohne Wasser, verblühte oder verblühende Schönheiten und Zweige wie Filigran oder Spitze. Was sehen Sie?

Pandemiespaziergang

Nicht im Bild: der Birnbaum, vom dem ich heute kein gutes Foto machen konnte. Manchmal will das Licht einfach nicht. Einige Kleiber liefen den Stamm hinauf und hinunter; das Treiben zu fotografieren habe ich gar nicht erst versucht.

Frau Lakritzes Bach, der so heißt, seit der Frau Lakritze ein Foto gefallen hat, das ich von ihm gemacht hatte, ist vollkommen zugewachsen und fast gar nicht zu sehen. Im Winter dann wieder.