Anderswo

Anna schreibt wieder.

Frau Seekrank ist allein unter Millionären.

Ein Interview mit der afghanischen Journalistin und Frauenrechtlerin Mahbouba Seraj.

Pfadfinderinnen in der Schweiz.

Ich habe es Ihnen schon einmal gesagt: Sie sollen den Schizophrenisten lesen. Er ist manchmal schwierig und sperrig, aber mitunter gelingen ihm kleine Perlen der Bloggerei.

Noch eine ältere Tänzerin: Angelita Vargas. Ich habe sie zum ersten Mal Mitte der 80er in Sevilla gesehen, als sie in „La Diosa“ von Manuela Carrasco eine Nebenrolle tanzte. Hier tanzt sie eine sehr klare, traditionelle Soleá.

Anderswo

Veshengro über Wiederverwertung (englisch).

Lilith Wittmann über digitale Ausweise.

Die Beifängerin weiß, wie man Gespenster züchtet.

Manche Themen ergeben sich neuerdings durch meine Gespräche mit Freund B. Ein Podcast: Musik im Islam

Ein Paar, das auch schon über das übliche Tanzalter hinaus ist: Toni el Pelao und La Uchi. In der Caña (der Tanz, den die beiden zeigen) geht es übrigens um Verführung, und flamenc@s verführen einfach anders.

Anderswo

Herr Solminore über eine verlorene Heimat.

Herr Hauptschulblues hat ein altes Flugblatt gelesen. Es geht um Krieg, aber nicht den aktuellen.

Schwarze Sklavinnen als Versuchskaninchen.

Flüchtende Roma aus der Ukraine.

Als ich ins katholische München zog, fiel mir sein Grabstein auf: Johann Balthasar Michel, der erste Protestant, der das Münchner Bürgerrecht erhielt. Dass er ein Wein- und Pferdehändler war, wusste ich bisher nicht, aber diese zwei Berufe waren auch in meiner Familie häufiger vertreten. Verwandtschaft ist er aber wohl nicht.

Juan Moneo (1953-2013) por tientos.

Anderswo

Heute gibt es zwei Blogeinträge. Der vorige musste raus (Schreibdurchfall), aber das „anderswo“ darf man auch nicht vernachlässigen.

Drei afghanische und drei deutsche Autorinnen schreiben einander Briefe: Deutschlandfunk. (via Doc Vogel)

Flucht aus Afghanistan.

Annika Brockschmidt spricht über die religiöse Rechte in den USA.

Frau Sehkrank zweifelt an der Arbeitskultur im Kapitalismus.

Carmen Linares por Tangos. „Dios mío, dame paciencia“ heißt „Herrgott, gib mir Geduld!„, was mein Satz der Woche hätte sein können. Was man unter Flamencoleuten mit Tangos tut, hieß bei Zora Neale Hurston „jemandem den Fuß auf die Treppe stellen“:, also jemandem in aller Freundlichkeit, aber doch deutlich die Meinung sagen. Nicht immer, aber wenn, dann meistens por tangos.

22.02.2022

„Freunde sucht man sich nicht aus, sie sind ein Geschenk des Himmels“ war ein Satz in einem der Lieblingsbücher meiner Kindheit, den ich nie vergessen habe. Anderswo traf mich ein Seitenhieb wegen meiner Freundschaft mit B aus Afghanistan. Ich schrieb daraufhin einen langen Text, indem ich mich, B und unsere Freundschaft erklärte. Dann löschte ich den Text, denn ich sehe eigentlich keinen Grund, mich zu rechtfertigen. Sie kennen mich nicht, Sie kennen B nicht, und ich bin Ihnen keine Rechenschaft schuldig. B ist ein Geschenk des Himmels, auf sehr unerwartete Weise. Das kommt vor.

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Ich räume mein winziges Tanzstudio im Keller aus. Seinerzeit hatte ich es zusammen mit einer Freundin eingerichtet, damit wir das in Workshops Gelernte üben und in eigenen Choreographien umsetzen konnten. Die Freundin tanzt schon lange nicht mehr, ich selbst muss aus gesundheitlichen Gründen zumindest pausieren. Nun läuft der Mietvertrag aus und wird nicht mehr verlängert. Vielleicht sehen Sie mich in zwei Jahren in einem der „Hausfrauenkurse“, aber vielleicht ist die Zeit dafür auch einfach vorbei. Ich bringe es aber kaum übers Herz, Kleidung und CDs auszusortieren. Im Moment steht alles noch in meinem Wohnzimmer.

Mit Freundin/Kollegin M schimpflache ich über einen wichtigtuenden Kollegen. Über einen anderen Kollegen denken wir sehr unterschiedlich. M erzählt mir, dass die technischen Probleme, die man mir vorwirft, bei allen Kolleg*innen auftreten, also nicht meiner angeblichen Unfähigkeit geschuldet sind. Ich wäre ja nicht die, die ich bin, wenn ich keine Angriffspunkte mehr bieten würde. Im Gegensatz zu früheren Jahren wehre ich mich nicht mehr, sondern lege nur ruhig und sachlich meinen Standpunkt dar. Damit darf man dann tun, was man will.

Ich friere, obwohl es nicht kalt ist. Nach der Arbeit schlafe ich zwei Stunden. Danach geht es besser.

10.01.2022

Frühdienst. Notruf ganztägig. Die Menschheit war über Weihnachten verreist.

Um mich herum werden Leute pathetisch, von denen man es nie erwartet hätte. Bringen das die Zeiten mit sich oder ist das ganz unabhängig davon eine neue Mode? Dieses Blog ist allerdings mitunter auch nicht frei von vermutlich meist unangebrachten Pathos.

Ich denke über das Tanzen nach, und dass ich in absehbarer Zeit aufhören werde. „Cintura p’arriba“, also von der Taille aufwärts ist alles wieder wie es sein soll, aber Unterschenkel und Knöchel sind von einer unerklärlichen Schwäche befallen. Ist das das Alter, mangelndes Training oder etwas ganz anderes? Außerdem werde ich meinen Übungsraum verlieren und, solange Corona herrscht, wohl keinen neuen suchen.

Um zu verstehen, lerne ich Paschtu. Das ist keine Sinekure, zum ersten Mal in meinem Leben muss ich mich wirklich anstrengen, um eine Sprache zu lernen. Paschtu gehört zu den indoeuropäischen Sprachen. Handelte es sich um eine altaische Sprache, hätte ich wohl gar nicht erst angefangen. Gegen diese Sprachgruppe habe ich nach genau drei Türkischlektionen eine ebenso heftige wie irrationale Abneigung entwickelt. (Ich bitte alle Mitlesenden mit altaischer Muttersprache um Entschuldigung, aber es geht mir mit Türkisch wie mit Milchreis: ich bringe sie beide nicht herunter. Keine Ahnung, wieso.)