Pandemiespaziergang

Auch in München gibt es einen Wurstautomaten. Ich muss also nicht mehr neidisch auf andere Bloggerinnen sein. Leider war der Automat kaputt, und ich habe nur den Schlachthof subventioniert.

Dafür fiel mir beim Anblick der Messerschleiferei ein Wort aus meiner finsteren Vergangenheit ein: churimengro, was man meines Wissens unter anderem mit Messerschleifer übersetzen kann. Es stammt aus dem Romanes.

Ich weiß nicht, ob Sie den Valentinstag feiern. Was mich betrifft, gratuliert mir ein einziger Mensch zum Valentinstag, obwohl ich es mir verbeten habe. Zur Strafe haue ich ihm jedes Jahr ein Lied um die Ohren, das er an dem Tag spielte, als wir uns kennenlernten.

15.12.2021

Der Alltag ist gerade sehr alltäglich. Wobei man natürlich bemerken könnte, dass eine Pandemie nicht das ist, was man normalerweise unter Alltag versteht. Aber was soll man sagen zwischen Home Office, Haushalt, Lesen, Spazieren? Die Pandemie ist Alltag geworden. „Funktionieren wir uns so durch den Tag.“ sagt der König von Haunstetten.

Der City-Brief der Lutheraner hat den Titel „Hoffen“. Was soll man sonst tun, in diesen Zeiten? Den Lutheranern wurde ich zugeschlagen, als ich nach München kam. Evangelisch-Reformierte waren dem Sachbearbeiter im Kreisverwaltungsreferat wohl nicht bekannt. (Ein City-Brief ist das, was ich als „Kirchenblättchen“ oder „Gemeindebrief“ bezeichnen würde.)

Eine Erinnerung an den besten Ex der Welt und an meine finstere Vergangenheit. Das habe ich oft gehört, als wir uns kennenlernten und es hätte mir wohl eine Warnung sein sollen.

Textentwürfe liegen herum, aber ich bin zu nichts Längerem in der Lage.