Anderswo

Veshengro über Wiederverwertung (englisch).

Lilith Wittmann über digitale Ausweise.

Die Beifängerin weiß, wie man Gespenster züchtet.

Manche Themen ergeben sich neuerdings durch meine Gespräche mit Freund B. Ein Podcast: Musik im Islam

Ein Paar, das auch schon über das übliche Tanzalter hinaus ist: Toni el Pelao und La Uchi. In der Caña (der Tanz, den die beiden zeigen) geht es übrigens um Verführung, und flamenc@s verführen einfach anders.

Weihnachten mit Herrn Karzai

Hamid Karzai, der ehemalige afghanische Präsident, hat auf Twitter denen, die es feiern, ein frohes Weihnachtsfest gewünscht. Das ist sehr nett und sehr höflich von Herrn Karzai, der bekanntermaßen Moslem ist. Ich schäme mich, denn ich wüsste nicht unbedingt, wie die Feste im Islam fallen und wie auf anständige Weise Glückwünsche zu formulieren wären.

Karzai ist für diese höfliche Geste heftig kritisiert worden. Bevor Sie jetzt über die bösen Muslim*innen schimpfen, denken Sie ein bisschen zurück. Ist nicht in den letzten Jahren oft Kritik laut geworden, wenn jemand nur versucht hat, dem Islam etwas Positives abzugewinnen?

Jede Religion hat vermutlich ihre schwarzen Seiten, und ich glaube, als Christ*innen sind wir am allerwenigsten in der Position, anderen etwas vorzuwerfen. Aber nicht einmal das Goldene Zeitalter von Al-Andalus war ein Paradies.

Heute könnten wir es besser wissen. Die Vergangenheit ist da und beeinflusst uns bis heute. Das ist nicht zu ändern und in manchen Fällen auch gut so. Ich bin sehr für interreligiöse Zusammenarbeit, aber wenn Sie sich gar nicht damit anfreunden können, dann grüßen Sie Ihre anders religiösen Nachbar*innen wenigstens. So, wie es Karzai gemacht hat. Es war eine höfliche Geste, die man guten Gewissens bei der nächsten Gelegenheit erwidern darf.

12.10.2021

Es ist Herbst. Vor meinem Home Office – Fenster sind die Bäume aber noch überwiegend grün. Manchmal friere ich schon am Schreibtisch.

Auf Twitter schreibe ich, dass ich den Gebetsruf der Muslime als schön und manchmal sogar als tröstlich empfinde, mehr nicht, aber jemand meldet den Tweet. Ich verstehe die Leute nicht.

Menschen diskutieren über finanzielle Hilfe für Afghanistan. Klar ist, dass man damit auch das Taliban-Regime unterstützt. Aber kann man deshalb Millionen Menschen hungern lassen?

Mit Yasir rede ich über Halbprivates, das nicht hierher gehört.